Sonntag, 26. September 2010

Ausbruch

Ich habe es mal wieder geschafft aus meinem Sonntag-Alltags-Trott auszubrechen.

Die letzten Sonntage habe ich mich meist allein auf meinem Sofa verkrochen... mein Mann is ja ab 11 Uhr auf der Arbeit und so habe ich dann immer Zeit die Seele baumeln zu lassen oder auch mal einfach vor mich hin zu heulen...

Heute wollte ich mit meiner Schwester und ihren Kindern zu einer "Seepferdchenausstellung".
Nun war aber meine Schwester mal wieder krank... und ich damit wieder kurz davor zu sagen: "Kein Problem, ich bleib dann wieder allein auf meinem Sofa!"
ABER ich habe meinen inneren Schweinehund mit den Worten "Dann hol ich den Großen ab und fahr allein mit ihm Seepferdchen gucken" ausgetrickst.

Die Seepferdchen war niedlich, allerdings war das ganze nichts für einen 5jährigen, es war ihm schnell langweilig und ich hatte Angst, dass er in einem unbeobachteten Moment ein Seepferdchen angelt... ich hatte nichtmal die Ruhe ein Foto von den Pferdchen zu machen... verzeiht mir!

Nach dem Ausflug habe ich meinen Neffen noch mit unserer Wii, dem Film "Toy Story" und einem Besuch beim golden M bespaßt. Ich glaube er ist heute auf seine Kosten gekommen!
Und ich hatte etwas Abwechslung.

Allerdings schaffte mein Neffe es auch wieder, dass ich doch noch einige Tränen verdrücken musste...
Er wollte auf Toilette und kam auf dem Weg dorthin an Leon´s Kinderzimmer vorbei. Er blieb in der Tür stehen, überlegte und fragte dann: "Warum war Leon eigentlich so doll krank? Und warum habt ihr extra ein Zimmer für ihn gemacht? Habt ihr etwa geglaubt, dass er bei euch wohnen kann?"

Ja, das hatten wir tatsächlich geglaubt...

2 Kommentare:

Britta hat gesagt…

Guten Morgen!

Schön, dass du aus deinem Trott ausbrechen konntest!

Ja, manchmal ist es hart, was Kinder so spontan von sich geben!

Ich drück dich und wünsche einen schönen Wochenanfang.

Liebe Grüße

Britta

Zwieback hat gesagt…

So sehr, wie es einen treffen kann, weil es auch immer so unvorbereitet kommt, so sehr bewundere ich, wie Kinder damit umgehen. Wir verschliessen den Schmerz und die Trauer meist, obwohl wir beides jeden Tag fühlen. Mein Sohn spricht oft von unserer Kleinen, auch er ist traurig, aber für ihn ist es ganz natürlich über sie zu reden. Da kommen auch manchmal ganz heftige Sachen dabei raus.
Fühl Dich gedrückt.