Montag, 21. November 2011

Gedankensprünge

  • Zu wenig Muttermilch
  • Fläschennahrung zusätzlich füttern
  • Saugiritation, er trinkt nicht mehr richtig an der Brust
  • Abpumpen und füttern
  • Brustentzündung, oha tut das weh
  • 40,1 Fieber... ich seh bunte Bilder an der eigentlich weißen Wand
  • Antibiotika, auch super für den Kreislauf
  • Nervenzusammenbruch, nicht der erste in den letzten Tagen, dank Schlafentzug
  • Abstillen... ich weiß, stillen ist wichtig, aber mich zerrt es aus, mir fehlt jede Kraft... ich werfe das Handtuch und bewundere jede Frau, die das durchhält!!!
  • Lukas will nicht allein schlafen, muss immer auf den Arm, auf meinen Arm! Das heißt hoffentlich, dass er mich gern hat... aber das heißt auch, dass ich nichts schaffe... weder essen (was ich fürs Antiobiotika dringend müsste) noch duschen (sogar der Hund schielt schon angeekelt rüber)
Aber wenn ich Lukas dann anschaue, muss ich lächeln und bin glücklich, dass er da ist!
Er tut genau das was er soll: Er stellt mein Leben auf den Kopf!


...

4 Kommentare:

Lilafusselfee hat gesagt…

Kopf hoch, dass wird wieder und ist nur eine Phase!

Ich war bei meinem 1. Kind alleine und mir ging es kaum anders, zu wenig Muttermilch, abstillen, ich hatte ein Schreibaby, er brüllte die ersten Lebensmonate durch, kaum schlaf, keine Zeit für irgendwas, keine Zeit zu essen, die Pfunde purzeln, dennoch muss man kraft haben und oft vergisst man dabei, dass auch diese Phase irgendwann vorüber ist, dass es irgendwann wieder anders sein wird und man genau über diese schwere Zeit schmnuzeln kann, aber glaub es mir, es geht vorbei und sei mit dir selber nicht so streng, wen interessiert schon ob du duscht? Kann jedem egal sein, hauptsache du machst was dir wichtig ist und wenn dir wichtig ist das dein kleiner Moppel auf deinem Arm schläft, weil er sonst weint, dann schläft er da, leg dich dabei am besten etwas selber hin und schlaf mit ein, so habe ich es gemacht und ich habe gelernt alles mit einer Hand zu machen, so schmiss ich das nötigste im Haushalt eben mit einem schlafendem Baby auf dem Arm ;)

Ich drücke dir die Daumen, dass es dir bald egal ist was andere denken und das du dich wohl fühlst, gebadet oder nicht ;)

Alles Liebe,

Nicole die mittlerweile drei Kinder hat und beim zweiten schon den Wickeltisch mit stillendem Baby auf dem Arm aufbaute ;)

Zwieback hat gesagt…

Liebe Kaddi,

auch wenn mich jetzt so manche Mama bestimmt gern steinigen würde, ich schreib es Dir trotzdem:

Ich habe schon bei Deinem letzten Post gedacht, dass das schwierig werden wird mit dem Zufüttern. Ich bewundere Dein Durchhaltevermögen, ganz ehrlich, Du hast schon länger durchgehalten als ich damals.

Als ich mit Malte schwanger war, hatte ich immer dieses Bild vor Augen wie ich ihn stillen würde. Ein glückliches, zufrieden nuckelndes Kind angekuschelt an Mamas Brust. Die Realität sah ganz anders aus.
Wohl bedingt durch den Kaiserschnitt wollte die Milch bei mir nicht so richtig fliessen und er wurde nicht satt. Also auch eben Flasche her und Milch aus dem Paket. Zusätzlich habe ich abgepumpt und ihm die Milch dann so gegeben, weil er einfach nicht mehr an der Brust trinken wollte. Nach wenigen Tagen war ich ein Nervenbündel, fruchtbar müde und fühlte mich als Versagerin, die nicht mal ihr Kind stillen konnte.

Nach dem ich dann einen furchtbaren Heulkrampf hatte, habe ich kurz entschlossen nur noch die Flasche mit der Industrienahrung gegeben. Ich habe mich ehrlich gefragt, was besser ist. Eine Mutter am Ende ihrer Nerven und Kräfte und ein Baby, dass das zwangsläufig mit bekommt, oder eine ausgeglichene Mutter, die eben die Flasche gibt?

Ich finde Deine Entscheidung richtig. Tu Dir und Deinem Kind gut, er ist nicht das erste Baby, das ohne Muttermilch gedeiht und wird auch nicht das letzte sein.

Das er immer auf Deinen Arm möchte, ist doch nur natürlich. Du bist seine Mama, Deinen Herzschlag hat er Monate lang gehört, genau wie Deine Stimme.
Vielleicht legst Du Dich einfach mit ihm zusammen hin, wenn er müde ist und nutzt die Zeit um selbst ein wenig zu schlafen. Du versäumst nichts, aufräumen und putzen und dieser ganze Kram ist doch Nebensache. Das kommt später von allein wieder, wenn der Alltag sich eingespielt hat.
Und irgend was zu Essen geht doch immer, auch wenn es nur eine Scheibe Brot und Obst ist. Hihi, ich erinnere mich an Teller die überall standen, angegessen und stehen gelassen, bis mein Mann von der Arbeit kam. Das war in den ersten Wochen sein Job... aufräumen, einkaufen und für Essen sorgen.

Ich glaube den meisten Müttern geht es in den ersten Wochen so, dazu noch die Hormone, die sich erst wieder einpendeln müssen.

Ich wünsche Dir gute Besserung für die Entzündung, wenn du abgestillt hast, wird das auch sicher schneller wieder gut. Ich habe übigens nach Alinas Geburt Globuli von meiner Hebamme dafür bekommen, die haben ruckzuck gewirkt. Ironischerweise ist die Milch nach der Entbindung da trotz Kaiserschnitt geflossen.

Liebe Grüsse, Manuela

Claudia hat gesagt…

Hallo, Du Liebe!

Ich kann Dich gut verstehen, nach Mias Geburt hat das mit dem Stillen auch gar nicht gut geklappt. Sie musste ja noch 14 Tage intensiv liegen, da habe ich direkt abgepumpt und das bekam sie dann. Dann sollten wir eben immer mal wieder stillen, aber da war keiner der einem mal Mut gemacht hat....ich fand die Situation sehr schwierig. Also weiter abgepumpt, dann das Zeug immer sterilisieren, immer auf die Uhr schauen...schrecklich. Ich habe nach 6 Wochen aufgegeben und Mia hat auch Pulvermich bekommen - ich war der Situation einfach nicht gewachsen, überfordert und musste etwas ausstellen, was an Belastung da war - und das war das einfachste. Es hat uns allen gut getan, möchte ich behaupten - denn ich war deutlich entspannter.

Alles Liebe und Ruhe weiterhin.

Ach ja, kennst Du das Neugeborenen-Tragetuch? Ich habe Mia im Haus immer darin rumgeschleppt, sie fand es super, und ich hatte beide Hände frei. Und wenn sie eingeschlafen ist, habe ich das dann sitzend auf dem Sessel auch gemacht ;-)

Liebe Grüße!

Elisabeth J.-S. hat gesagt…

Ich hab mein erstes Kind drei Wochen gestillt und das Fünfte Kind dann ein Jahr.
Lisa hat Simon zwei Wochen gestillt und Quirin noch jetzt mit vier Monaten.
Mach Dir da nicht so viele Gedanken, Es ist schön, wichtig und all das. Aber es geht auch mit der Flasche. Es macht doch keinen Sinn, wenn Du Dich quälst.
Liebe Grüsse
Elisabeth